Noch besteht der Wedding offiziell überwiegend aus "einfachen Wohnlagen". Das wird sich jedoch je nach Distanz zum S-Bahnring relativ schnell ändern. Vielleicht nicht so schnell wie in den letzten Jahren in Kreuzberg-Neukölln, aber ebenso stark. Das ist meine Vermutung.
Milieuschutzgebiete im Wedding
Es ist politischer Wille, die "Gentrifizierung" im Wedding möglichst aufzuhalten. Neben den Sanierungsgebieten (Müllerstraße, Pank- und Badstraße) gibt es im Wedding/Gesundbrunnen 6 der 10 Milieuschutzgebiete des Bezirks Mitte:
- Seestraße
- Sparrplatz
- Leopoldplatz
- Humboldthain Nord-West
- Reinickendorfer Straße
- Soldiner Straße / Kattegatstraße
Trotz der damit verbundenen massiven Einschränkungen von Modernisierung und Sanierung steigen die Mieten auch hier weiter deutlich an. Eine Kaltmiete von 12–14 €/m² ist bei Neuvermietung (z. B. im Sprengelkiez) schon fast normal, obwohl der Mietspiegel oft nur die Hälfte ausweist.
Preisentwicklung
Berichten von Mietern zufolge werden mittlerweile auch im Umfeld des Kurt-Schumacher-Platzes und sogar im Soldiner Kiez ähnlich hohe Kaltmieten verlangt. Das liegt nicht an einem gewandelten Wohnumfeld, sondern am Mangel an Alternativen in der Innenstadt.
Wie die Mieten steigen auch die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen, Häuser und Grundstücke. Nach meiner Beobachtung haben sich die Preise im Wedding in den letzten 6 Jahren mehr als verdoppelt.
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